Mit dem Auto von München nach Island

Man kennt uns ja schon, dass wir die lustigsten Sachen unternehmen, zumindest was Reisen betrifft. Der Reiseplan für Sommer 2025 war eigentlich ein anderer. Also in meinen Kopf. In meinem Herzen wollte ich auf den Sohn hören, der schon vor längerer Zeit erwähnte, dass er Island sehen möchte. Für mich war das nie greifbar. Wie sollen wir dahinkommen, wenn er nicht fliegen will. Ich kann ihn schlecht gegen seinen Willen in ein Flugzeug zerren. Zuerst kam der Gedanke, dass wir dann die Fähre nehmen. Aber aufgrund unserer grandiosen Erfahrung (Achtung Ironie) von diversen Fährüberfahren Griechenland – Italien und aufgrund zu hoher Fährpreise nach Island hatte ich direkt wieder die Finger von diesem Gedanken gelassen und stattdessen irgendwie Niederlande/Belgien im Sinn gehabt. Aber mich dann doch nicht weiter damit beschäftigt. Im Herzen war mir ja schon nach etwas mehr Abenteuer. Bis dann ein paar Wochen später der Sohn wieder mit Island ums Eck kam. Also die Recherche diesmal etwas gewissenhafter betrieben und festgestellt, dass die Überfahren ab Dänemark ja eigentlich bezahlbar ist.

Warten auf das Boarding in Hirthals

Es gibt nur eine einzige Fähre, die das Europäische Festland mit Island verbindet und das ist die MS Norröna der Smyril Line. Sie fährt von Hirtshals (Dänemark) über die Färöer-Inseln nach Seyðisfjörður im Osten Islands und den gleichen Weg zurück. Das ist dahingehend angenehm, als dass man sich gar nicht erst auf die Suche nach der günstigsten Fähre begeben muss. Ich habe auch direkt auf der Webseite der Smyril Line gebucht. Das ging ganz unkompliziert und zuerst buchte die Fähre eine Anzahlung ab und kurz vor Abreise die Restzahlung. Die Fahrzeiten im Sommer sind auch immer die selben: Hinfahrt Dienstag – Donnerstag und Rückfahrt Donnerstag – Samstag. So ist man entweder eine ganze Woche, zwei ganze Wochen oder entsprechend länger vor Ort.

Die die Fähre einen Stop auf den Färöer Inseln einlegt, braucht es die Zieldestination

Die Fahrzeit beträgt 48 Stunden. Unterwegs passiert man eine Zeitzone. Island bleibt ganzjährig auf der Greenwich Mean Time (GMT, UTC+0). Im Winter ist Dänemark daher 1 Stunde voraus und im Sommer, wenn Dänemark auf Sommerzeit (MESZ, UTC+2) umstellt, beträgt der Unterschied 2 Stunden. Auf der Norröna gilt die Färöer-Zeit, was bedeutet, dass die Uhren an Bord im Vergleich zur MESZ um eine Stunde zurück gestellt werden. Dies wird aber ständig dreisprachig an Board wiederholt.

Wir haben eine Rundreise unternommen, einmal die Insel umrundet. Da es zu solchen Rundreisen schon tausende Reiseberichte gibt, habe ich unsere Woche in Fotos zusammengefasst. Das ist vielleicht auch angenehmer als Textfluten zu lesen. Daher viel Spaß mit meinen selbsterklärenden Fotos.

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