Und sobald Du die Antwort hast, ändert das Leben die Frage.
Die Fernreise, in neue unbekannte Welten, auf die wir uns seit Monaten freuten und hinfieberten, haben wir aus Gründen am Abend vor Abflug storniert. Vier Monate Reiseplanung und Vorfreude einfach dahin. Von jetzt auf gleich.
Ein paar Tage lang saß ich zu Hause und hatte keine Lust mehr zu verreisen. Aber das Kind hatte Ferien und zu Hause herumsitzen war keine Lösung. Ohne eine einzige Unterkunft gebucht und eine genaue Route herausgesucht zu haben, setzten wir uns ins Auto und fuhren drauf los. Ich hatte immerhin eine Himmelsrichtung im Kopf und die ging nach Westen. In den darauffolgenden zwei Wochen gestaltete sich daraus ein Freestyle Roadtrip über 4.080 Kilometer. Die jeweiligen Unterkünfte buchte ich same-day oder maximal einen Abend vorher für den nächsten Tag, weil ich nicht wusste, wo wir überhaupt landen werden.
Eine ziemlich interessante Reiseerfahrung ergab sich aus diesen Umständen heraus, die ich im Nachhinein nicht missen möchte. Die Planung lief ausschließlich vor Ort über Google Maps mit den darin enthaltenen Sehenswürdigkeiten sowie Empfehlungen aus Zeitschriften. Der einzige Nachteil waren die leider ziemlich teuren Unterkünfte. Ich musste nehmen, was es noch gab und das waren zumeist die teuren. Mit denen ich aber sensationelle Glückstreffer landete, jede einzelne davon. Naja fast jede.
Unsere Route führte uns zuerst in den Europapark, da war das Kind noch nicht. Nach zwei Tagen fuhren wir nach Dijon und zu den Street Art in the Wall. Weiter nach Lyon und zur Grotte de Choranche mit den umliegenden Ortschaften. Boutenac, was nicht unbedingt bekannt ist, aber eine wunderschöne Umgebung zu bieten hat. Unsere private Unterkunft dort lag inmitten der Weinberge auf dem Land. Die Kommunikation mit den Gastgebern verlief mit Händen und Füßen, aber äußerst charmant und gastfreundlich. Weiter ging es nach Carcassonne und Lagrasse. Danach hatte ich keine Idee mehr und meine grobe Route endete hier. Es hätte nach Spanien an den Strand gehen können, aber das Kind hatte tatsächlich keine Lust auf Strand. Wieder nach Hause kam für mich nicht in Frage. Nach Osten an die Coté d’Azur war mir zu teuer, also blieb nur der Westen. So bescherte mir ein Stopp in Toulouse einen Abstecher ins Airbus-Museum, wenn ich beruflich schon mit dem Flugzeugbauer verbunden bin. Weil wir damit auch schon auf dem halben Weg zur Atlantikküste waren, konnten wir auch direkt weiterfahren nach Biscarrosse und an die wunderschöne Düne von Pilar, die größte Wanderdüne Europas. Über Périgueux, einem hübschen kleinen Ort im Landesinneren und einer Nacht in Montchanin verbrachten wir zum Abschluss einen Tag in Colmar.
Ich glaube, wenn ich vorher eine Frankreich-Rundreise geplant hätte, wäre womöglich eine so ähnliche Route herausgekommen. Da ich ja diesmal unterwegs die Zeit für die Planung brauchte, ist mein Reisetagebuch nicht sehr ausführlich ausgefallen. Ich kann ja nicht ständig vor dem Handy sitzen. Aber das muss es vielleicht auch gar nicht. Die Eindrücke und Ideen, wie ich unsere Reise gestaltet habe, ist bestimmt schon Inspiration genug. Auch ohne lange Texte.
Dijon
Nach unseren zwei Tagen im Europapark in Rust führte unser Freestyle-Roadtrip zuerst nach Dijon. In Rust regnete es, aber auf dem Weg nach Dijon wurde das Wetter immer besser und besser. Wir fuhren zunächst an der Stadt vorbei, denn auf Google Maps hatte ich die Graffiti-Wände, die “Street Art in the Wall”, entdeckt und da das Kind sich für Graffiti begeistern kann, fand ich das einen Abstecher wert. Tatsächlich war er ganz begeistert von den riesigen Wänden voll mit wunderschönen Bildern, auch in 3D. Zusätzlich fanden wir ein paar kleine Spielchen auf dem Gelände.
Den Weg zurück in die Stadt nahmen wir über den längeren und weitaus schöneren Weg als die Autobahn und fuhren durch Weinberge und wunderschöne Ortschaften. Offensichtlich fand eine Radtour statt, denn eine dieser winzigen Ortschaften schmückte eine Fahrraddeko.
Unser Hotel in Dijon lag in der Innenstadt, die leider voll Baustelle war. Das Auto konnten wir in einem Parkhaus parken, unweit des Hotels und auf Empfehlung der Empfangsdame. Wir spazieren durch die kleine Innenstadt, die nicht mit Baustelle übersät war und gönnten uns zum Abendessen herzhafte Bubble Waffles.
Lyon
Wir frühstückten äußerst lecker typisch französisch mit Croissants, Baguette, Kaffee, heiße Schokolade und Orangensaft in einem hübschen Café.
Weiter ging unsere Fahrt nach Lyon. Wir parkten direkt am Fluss auf einem ausgewiesenen Parkplatz und spazierten los. Während sich die Männer ein Filmmuseum zu Gemüte führten, erkundete ich zwischenzeitlich alleine die Altstadt zusammen mit der wunderschönen Notre-Dame de Fourvière auf dem Hügel hoch über der Stadt.
Unsere gestern Abend gebuchte Unterkunft hatte wir zuerst nicht gefunden. In der engen Gasse herrschte Baustelle und von außen sah das Gebäude ziemlich heruntergekommen aus. Außerdem hatten wir keine Ahnung, wie wir in überhaupt hineinkommen sollten. Ein Blick in meine Mails und ich fand eine Anleitung, die mir der Gastgeber geschickt hatte. Diese glich allerdings einem Ratespiel. Ein Code für die Eingangstür unten und ein Kasten mit Code für den Zimmerschlüssel oben. Hineingetreten tat sich ein wunderschöner Innenhof ein und endlich die Wohnungstür geöffnet, eine ebenso tolle Wohnung. Was von außen heruntergekommen aussieht, ist von innen eine der schönsten Unterkünfte, die wir bisher bewohnen durften.
Am Abend entdeckten wir noch rein zufällig die alte Römerstadt Lugdunum mit seinem Amphitheater, das das Kind aus den Asterix-Hörspielen kennt. Das war natürlich höchst interessant, weil er direkt einen Bezug dazu hatte. Bildung auf Reisen und so. Zum Abendessen gab es Veggy-Burger und Salat und auch als Vegetarier muss man hier in Frankreich nicht verhungern ;)
Grotte de Choranche
Auf Google Maps hatte ich die Grotte de Choranche gefunden, die wir heute ansteuerten. Zuvor buchte ich noch eine Unterkunft im nächsten Ort.
Die Höhle ist wunderschön, voll mit Wasser und toller Beleuchtung. Führungen finden ständig statt, man bekommt einfach einen Audioguide mit der gewünschten Sprache. In der Höhle stellt man sich auf die gekennzeichneten runden Flächen und der Audioguide beginnt zu sprechen. Das spannende an der Höhle ist, dass selbst wenn der Wasserstand durch Regenfälle erhöht ist, dennoch Führungen stattfinden. Gerade dann muss die Geräuschkulisse gigantisch sein.
In der oberen Halle fand eine kleine Lichtershow statt, die eigentlich gar nicht so klein war, vielmehr wurden wunderschöne bewegende Bilder an die Wände projiziert.
Wenn wir schonmal hier in den Bergen waren, suchte ich uns anschließend noch einen Bergpass heraus, um eine schöne Runde zu drehen und einen Aquädukt in Saint-Nazaire-en-Royans entdeckten wir auch noch.
Weil wir nach der Kurverei Hunger hatten, machten wir in zwei kleinen Orten einen Stop. Einmal, weil der Sohn ein Restaurant sah, in das er jetzt reingehen wollte. Das wiederum fand ich sehr schön, denn weil er so unvoreingenommen ist und gerne Dinge ausprobiert, haben wir auf diese Weise schon so viel kennengelernt. Leider bot das ausgewählte Restaurant noch kein Essen, es war zu früh.
Auch im nächsten Ort, Pont-en-Royans, gab es ebenfalls keine warme Küche. Das einzige, was wir fanden, waren Crêpe. Ich versuchte meine Bestellung auf französisch und es funktionierte schon ganz gut. Bisher sind alle Leute wirklich sehr nett und hilfsbereit. Schön war dieser Ort, wir verweilten etwas an einer Mauer mit Blick hinunter in einen Fluss mit Badegäste. Es war schön, das Treiben zu beobachten.
Im Romans-sur-Isère hatte ich unsere Unterkunft gebucht. Doch leider stellt sich beim Check-In heraus, dass ich ein falsches Datum, nämlich das gestrige, gebucht hatte und somit war diese Buchung obsolet. Eine andere Unterkunft musste her. Abends 17:00 Uhr. Same-Day-Buchungen sind ziemlich teuer, so mussten wir nehmen, was wir kriegen konnten und landeten prompt in einem Nähgeschäft. Vier junge Leute haben alte Ladengeschäfte zu Gästezimmer umfunktioniert und so sensationell toll gestaltet, dass ich immer noch ganz begeistert bin. Den Schlüssel zu bekommen war diesmal aber tatsächlich ein kleines Escape Game. Wir standen vor Hausnummer 12, mussten aber die 1 suchen. An der Holztür neben der Boutique einen Code eingeben, im inneren gab es vier Kästen mit Zahlenschlösser, wir brauchen das für „Tannerie“. Damit zurück zur 12 und schon standen wir in unserem Nähzimmer.
Boutenac
Weiter ging die Fahrt an die Südküste. Zunächst suchten wir Nähe Gruissan einen Strand heraus, aber es war heute viel zu windig und frisch für einen Badetag. Die Männer gingen kurz ins Wasser, bei mir bahnte sich stattdessen eine Erkältung an. Wir blieben nicht lange, weil uns der Wind die Sandkörner um die Ohren wehte.
Gestern Abend hatte ich eine Unterkunft in Boutenac gefunden, die wir nun ansteuerten. Alles in allem war es fast ein reiner Fahrtag. Die Unterkunft lag mitten in einem Weinanbaugebiet auf dem Land, an Rande des kleinen Ortes mit den tollen engen Gassen.
Es war ein wunderschönes Fleckchen Erde. Das Ehepaar begrüßte uns herzlich, sie konnten kaum englisch und wir kaum französisch. Aber es funktionierte wunderbar, teilweise auch mit Google Translator. Wir duften sogar unsere Wäsche waschen lassen (gegen Gebühr), die wir auf der Leine hinterm Haus aufhängen konnten. Ich beschlagnahmte mir direkt eine der zwei Liegen am Teich, in dem Goldfische und Karpfen schwimmen.
Hier blieben wir für die nächsten drei Nächte.
Carcassonne
Am nächsten Tag besuchen wir Carcassonne, die Stadt, die der Sohn aus dem gleichnamigen Gesellschaftsspiel kennt. Da meine Erkältung mittlerweile schön ausgereift war, chillten wir aber erst noch und fuhren gegen Mittag los. Das hatte zeitlich auch ausgereicht.
Zunächst ging es aber zu einem Aussichtspunkt, den ich auf Google Maps fand. Von hier aus hatten wir einen wunderschönen Blick auf die Festungsstadt.
In der Touristeninfo kauften wir direkt Tickets für die Rittershow, auf die wir gar nicht lange warten musste. Sehr amüsantes und kurzweiliges Spektakel, das man gerne mitnehmen kann, wenn man schon einmal hier ist.
Danach bummelten wir getrennt durch die Gassen, die Männer zusammen und ich alleine. Die leeren Gassen musste man allerdings suchen. Ich hätte nicht gedacht, das es hier mehr Restaurants als Menschen gibt.
Für die Begehung der Stadtmauer trafen wir uns dann wieder. Insgesamt war das ein sehr schöner Ausflug und ein sehr sehenswerter Ort.
Lagrasse
Meine Erkältung wollte nicht so richtig besser werden, deshalb blieben wir heute ebenfalls bis Mittag in der Unterkunft und ich chillte gemütlich auf der Liege am Teich. Was für eine Ruhe. Nichts außer Naturgeräusche. Das habe ich sehr genossen.
Am frühen Nachmittag fuhren wir los nach Lagrasse, einen Ort, den ich in einer Zeitschrift für Touristen gefunden hatte. Klar, warum nicht? Dort gibt es einen Fluss, in dem man baden kann, also Badesachen auch noch eingepackt. Es war einiges los dort und wir mischten uns unter die Leute.
Während die Männer baden gingen, spazierte ich den Ort nach hinten und kam zu einer wunderschönen mittelalterlichen Brücke. Zuerst stand ich drauf und hinten den Weg hinabgestiegen, konnte ich sie in ihrer vollen Schönheit betrachten. So wunderschön. Anschließend bummelten wir nochmal zusammen durch Lagrasse, weil das Kind die Brücke natürlich ebenfalls sehen wollte. Lagrasse hat mir außerordentlich gut gefallen, so richtig fotogen und wie man sieht, konnte ich mich bei der Bildauswahl auch nicht entscheiden.
Toulouse
Bis heute früh wussten wir nicht, wie unsere Reise weiter gehen sollte. Denn bis hierher hatte ich die Reiseidee im Kopf, aber da wusste ich nicht, dass uns noch eine ganze Woche übrig bleibt. Ich hatte mit dem Gedanken gespielt, an die Westküste zu den Dünen von Pilar zu fahren, aber den Gedanken wieder verworfen, weil es doch ganz schön weit ist. Dann kam die Idee mit Spanien, aber irgendwie gefiel es uns so gut in Frankreich, dass wir das Land gar nicht wechseln wollten. Zurück nach Norden wäre auch zu früh, da wir ja noch nicht nach Hause wollten. Ich machte den Vorschlag mit Toulouse, weil ich das Airbus-Museum gerne sehen wollte, wenn ich schon für den Flugzeugbauer arbeite. Also auf nach Toulouse und auf der Fahrt kam mir dann der weitere Gedanke, dass es von Toulouse ja irgendwie auch nicht mehr weit bis zur Düne ist.
Doch zuerst ins Airbus Museum. Den Mann interessierte das nicht, weshalb wir ihn im Zentrum absetzten und er sich zwischenzeitlich in der Stadt umschaute. Das Museum hat mir und dem Kind aber wirklich gut gefallen. Ich hatte zwar gemeint, dass es ziemlich klein ist. Aber er meinte, dass die Ausstellungsstücke ja so groß sind und es deshalb so klein wirkt. Wo er Recht hat.
Den Mann wieder eingesammelt ging es weiter ins Maschinenmuseum. Das interessierte mich wiederum nicht, weshalb ich es mir der Cafeteria vor der Tür gemütlich machte, die Weiterreise zur Düne plante und ein Hotel in Toulouse buchte. Die Männer waren mäßig begeistert vom Museum, obwohl es wirklich gut gemacht ist, aber eben mal was anderes.
Ich wählte ein Hotel mit Pool, da das Kind unbedingt mal einen Pool haben wollte. Dort angekommen, sprangen die Männer auch gleich rein und ich ruhte mich im Zimmer aus. Die Erkältung ist zum Glück besser geworden.
Biscarrosse
Erstes Selfmade-Frühstück auf dieser Reise, wir hatten gestern bei Aldi Baguette und Marmelade gekauft. Danach sprangen die Männer kurz in den Pool und ich packte das Auto ein.
Die Fahrt an die Atlantikküste verlief gut, ohne Stau und viel Verkehr und nach nur 3 Stunden kamen wir auch schon in Biscarrosse an. Ein typischer Touristenort, das waren wir auf dieser Reise gar nicht gewohnt. Die deutschen Autokennzeichen, die ich bisher nur sehr selten sah, kamen uns hier umso häufiger entgegen.
Wir bezogen unser Hotel und die Männer sprangen in den Pool. Danach packten wir die Badesachen ein und fuhren an den Strand. Erstmal Parkplatz finden, der ganze Bereich um den Ortskern herum bestand aus Parkplätzen am Straßenrand. Irgendwo ergatterte ich eine Lücke und wir mussten 10 Minuten zum Strand laufen und dann nochmal 10 Minuten die Düne hinunter. Wow, ist der Strand weitläufig und die Wellen sind gigantisch. Es ging Wind, der von Westen her wehte und die Wellen entsprechend formte. Die Männer stürzten sich natürlich hinein.
Wieder zurück ging’s nochmal den Pool und am Abend fuhr ich alleine an den Strand um den Sonnenuntergang zu fotografieren und durch den Ort zu bummeln mit dem Riesenrad und den vielen Souvenirläden.
Düne von Pilar
Nach dem Frühstück ging es erstmal wieder in den Pool und am späten Vormittag unternahmen wir den ersten Versuch, die Düne von Pilar zu besuchen. Der Parkplatz war voll, aber wir reihten uns trotzdem in die Autoschlange ein, denn es verlassen auch immer wieder Autos den Parkplatz. Zwar brauchten wir eine Stunde von Abfahrt am Hotel bis einparken an der Düne, aber immerhin hat’s funktioniert.
Wir nahmen natürlich nicht die Treppe nach oben sondern stiegen durch den Sand hinauf um oben wieder hinabzurennen und nochmal hochzulaufen.
Es war zwar schon sehr überlaufen (was man auf den Fotos nicht sieht), aber schön ist die Düne dennoch. Vor allem der Rundumblick. Vom Meer über die Düne zum Wald. Tatsächlich wandert die Düne 5 Meter pro Jahr in Richtung Wald und man kann sehen, wie der Sand die Bäume verschlingt.
Am Abend timten wir einen zweiten Besuch auf der Düne zum Sonnenuntergang. Es war nicht weniger los als tagsüber, aber wesentlich schöner. Wir nahmen Decke und Abendessen mit und anschließend rannten das Kind und ich den Dünenkamm in Richtung Meer hinunter, um alles wieder hochzulaufen. Wir alberten viel herum ich konnte tolle Sonnenuntergangfotos machen.
Périgueux
Am nächsten Tag steuerten wir die mehrtätige Rückfahrt nach Hause an. Zunächst nach Périgueux im tiefsten Frankreich. Eigentlich wollte ich von der Westküste gar nicht weg. Périgueux wählte ich, da es auf Google Maps nett aussah und günstig auf der viertelsten Strecke lag. Wir fuhren nur zweieinhalb Stunden. Dort angekommen, parkte ich unweit vom Zentrum und wir gingen in der Altstadt ein wenig spazieren. Hübsch sieht es hier aus und die große Kirche ist natürlich ein wahrer Blickfang. Die engen Gassen gefielen mir ebenfalls, es sieht wieder richtig französisch hier aus, wobei ich vor dieser Reise gar nicht wusste, was eigentlich richtig französisch ist.
Unser Unterkunft konnten wir erst 16 Uhr beziehen. Diese lag abgeschieden im Wald, ich hatte ein Chalet gefunden, also Holzhütten, wie wir sie aus Schweden kennen, nur größer und mit mehreren Zimmern. Die Anlage ist sehr weitläufig, es gibt zwei Pools (das Wasser ist ziemlich kalt), ein Restaurant, Tennisanlage, Minigolf (nicht besonders gepflegt) und viel viel Wald. Ich gönnte mir am Pool eine Pause, immerhin bin ich die komplette Strecke alleine gefahren, und am Abend ging es zum Abendessen in den Ort.
In der Nacht wuselte wohl ein Eichhörnchen an der Hütte herum, genau hinter meinem Zimmer (ich hatte diesmal ein Zimmer für mich und die Männer eins für sich). Es knabberte am Holz herum, das fand ich sehr süß und solche naturnahen Übernachtungen sind immer wieder schön.
Montchanin
Da wir übermorgen in Colmar sein wollen, fuhren wir heute eine weitere Strecke über viereinhalb Stunden. Die Autobahn war frei und so kamen wir wirklich gut voran. Für den Zwischenstopp wählte ich ein Hotel in Montchanin, mit Pool und Frühstück. Dort angekommen, sprangen die Männer natürlich gleich in den Pool und ich organisierte unseren letzten Tag in Colmar.
Colmar
Nach unserem Hotelfrühstück sprangen die Männer der nochmal in den Pool und anschließend ging die Fahrt weiter nach Colmar. Sie Strecke zog sich ewig hin und dort angekommen, regnete es ein kleines bisschen.
Ich fand unsere Selbstversorgerunterkunft direkt im Zentrum, in einem der windschiefen Fachwerkhäuser ganz oben unter dem Dach. Das Auto durften wir zehn Minuten zu Fuß neben einem privaten Wohnhaus gratis parken, anscheinend wohnen hier die Gastgeber.
Wir erkundeten den Ort und fuhren mit dem Boot den engen Kanal entlang. Schön ist es hier, eine genaue Beschreibung unserer Stadttour spare ich mir aber an dieser Stelle.
Am nächsten Morgen traten wir nach einem letzten französischem Frühstück direkten Heimweg nach München an.