Rezension für das Familienhotel „H10 Lanzarote Gardens“ auf Lanzarote

Wie versprochen, gibt es heute meine Rezension unseres Urlaubshotels auf Lanzarote zu lesen. Ein Familienhotel mit Spannung, Spiel und Schokolade für groß und klein, jung und mittelalt.

 

Die Welt hält eine Vielzahl an Kinder- und Familienhotels parat. Mal ganz abgesehen von den leider etwas teuren Smiley-Hotels. Dass es auch günstiger geht, konnten wir bei unserer Urlaubsplanung erfahren. Solange wir noch außerhalb der Ferienzeiten verreisen können, sind wir flexibel. Dennoch lag unsere erste Urlaubshälfte mitten in den Faschingsferien und trotzdem war es der günstigste Anreisedienstag aller Wochen vor- oder nachher. Erst später – Frau hat ja einen Spleen, alle Buchungsunterlagen, die mit Reisen zusammenhängen, aufzuheben – fand ich die Rechnung unseres Urlaubs auf Gran Canaria in einer **-Anlage im Jahr 2002, die fast den selben Betrag aufwies, wie das jetzige ****-Haus knapp 15 Jahre später mit dem Unterschied, dass wir damals ja nur zu zweit reisten.

 

Nun aber zum Wesentlichen Teil meines Beitrags, dem Hotel:

 

Zimmer: Das „H10 Lanzarote Garden“ in Costa Teguise an der Ostküste der Insel ist ein Vier-Sterne-Haus. Die Suites liegen dreistöckig in sechs Bereichen zugeordnet, die jeweils die Namen der Kanarischen Inseln tragen. Die Suites sind unterschiedlich groß, je nach gebuchter Kategorie. Wir hatten eine Family-Suite gebucht, bestehend aus einem Schlafzimmer mit Doppelbett, einem Wohnbereich mit Sofa und einem Zustellbett, eine in einem Wandschrank eingebaute Küchenzeile mit Spüle, Wasserkocher, Kaffeemaschine, Mikrowelle, Kühlschrank, Geschirr und Besteck, ein Badezimmer mit Badewanne und Dusche und ein möblierter Balkon mit Wäscheständer und Ausrichtung nach Süden.

 

(Zum Vergrößern bitte auf die Bilder klicken.)

 

Anlage und Personal: Im Hotel gibt es gratis WLAN sowie zwei kostenlos zu Verfügung stehende PC’s mit Internetanschluss, Ärzte und Apotheke, Massage, Maniküre und Pediküre, Wäscherei, Parkplätze, Restaurant, Bar, Poolbar, Pool und Kinderpool mit Piratenschiff und Rutschen, Poolhandtücher gibt es gratis, Babyclub für Kinder zwischen 0 und 4 Jahre mit Spielplatz, Miniclub für Kinder zwischen 4 und 8 Jahre mit Spiel- und Fußballplatz, Junioclub ab 8 Jahre mit Xbox und Wii sowie Sport- und Tennisplatz. Die Fußböden rund um das Restaurant und die Poollandschaft sind ausgelegt, sodass sich bei einem evtl. Sturz niemand ernsthaft verletzen kann. Die Pools sind im Dunklen beleuchtet, die Bar hat bis 23:00 Uhr und Poolbar bis Mitternacht geöffnet. Die Pools sind unterschiedlich beheizt, das große Becken mit den Wasserrutschen ist das kälteste mit um die 22-23 Grad, der kleine Pool und der Babypool haben eine Wassertemperatur von 28-29 Grad.

 

 

Es ist erstaunlich, wie die gesamte Anlage gepflegt und gehegt wird. Wir kennen es eigentlich nur so, dass bei solchen Dingen immer irgendwo etwas kaputt ist, aus anderen Gründen nicht funktioniert oder eine Generalüberholung bräuchte. Aber hier, hier funktioniert alles. Nichts ist kaputt oder verkommen. Man könnte es Perfektionismus nennen. Ständig wird etwas repariert, gesäubert, geputzt, gestrichen, und das alles auch noch unauffällig. Man hat als Gast nicht das Gefühl in einer „Baustelle“ zu wohnen. Der Babypool wird einmal am Tag mit neuem Wasser befüllt, sogar nicht mehr so schöne Palmenwedel werden abgeschnitten. Das Personal ist nett und hilfsbereit, auch die Reinigungskräfte sind immer freundlich, lächeln und grüßen.

 

 

Familie: Das Hotel ist ein Familienhotel, kein reines Kinderhotel, was sich davon unterscheidet, dass es sich mit seinen Aktivitäten, Bespaßungen und Animationen nicht nur an Kinder richtet, sondern auch an die Eltern/Großeltern/Teens/Erwachsene. So gibt es täglich (außer sonntags) von 10:00 – 12:00 Uhr sowie von 15:00 – 17:00 Uhr Baby,- Mini- und Juniorclub, wo die Kinder in der Regel alleine bleiben und mit dem Personal basteln, spielen, toben und sporteln. Für die Großen/Erwachsenen finden in der Zwischenzeit Erwachsenenaktivitäten statt, wie Boule (Boccia), Dart, Wasserball, Volleyball, Schießen (Luftgewehr, Bogen, Pistole), Gymnastik, Workout, Stretching und so Sachen. Jeden Tag etwas anderes. Ich habe jetzt noch Muskelkater vom vielen Sport, besonders von Volleyball und Workout. Ein Maskottchen hat das Hotel auch, die Daisy, die allgegenwärtig auf der Insel blüht. Mittags beim Daisy-Game können Kinder und Erwachsene gleichermaßen mitmachen. Bei fast allen Aktivitäten im Baby,- Mini- und Juniorclub sowie bei den Erwachsenen gibt es kleine Wettbewerbe. Die Gewinner werden am Abend auf der Bühne nach der Minidisco aufgerufen und erhalten Urkunden. Auch wir standen alle drei auf der Bühnen und bekamen Urkunden, das Kindchen sogar zweimal. Die erste bekam er für den besten Assistent beim Boule und die zweite, als er mit seinem Team am Superheldentag den 1. Platz belegte. War ja klar, Mr. Superman.

 

Rundumbespaßung für die ganze Familie also und mit immer gut gelaunten und manchmal auch überdrehtem Personal. Echt mal, so eine Energie hätte ich auch gerne jeden Tag. Die lassen sich immer etwas neues einfallen und sind für jeden Spaß zu haben. Kindergarten ist ein Witz dagegen. Leider konnten wir keinen der Animateure mit nach Hause nehmen. So ein Mist aber auch.

 

(Daisy-Dance, Minidisco und Schaumparty am Pool)

 

Hier habe ich ein kleines Filmchen zusammengeschnitten aus den ein paar Videos, die ich mit dem Handy drehte.

 

 

Verpflegung: Das Essen ist gut und abwechslungsreich. Bitte beachtet, dass wir alle drei Lakto- und Ovo-Lakto-Vegetarier sind und unsere eigenen Essensgewohnheiten haben, weshalb ich nicht bewerten kann, ob wirklich alles, was es an Gaumenfreuden gab, gut geschmeckt hat. Da wir nur Halbpension buchten, kann ich auch über das Mittagsbuffet nichts sagen. Zum Frühstück und Abendessen aber wurde jeweils reichlich aufgetragen. Das Frühstück gleichte einem Morgen dem nächsten. Es gibt eine Reihe an Joghurts und Müsli mit Toppings wie Schokopunkte, Krokant, getrocknete Früchte, Zucker. Selbstverständlich sind Wurst- und Käsetheke, Brot und Brötchen, Marmeladen, Butter, Milch, Sojamilch und Obst mit dabei. Eier in allen Variationen, Speck, Beans, Würstchen, Pancakes, Haferbrei. Eben alles, was das Frühstücksherz einer fast jeden europäischen Nation begehrt.

 

Für das Abendessen gab es jeden Tag Landesspezialitäten. Kanarisch, spanisch, italienisch, mexikanisch, asiatisch, international und das siebte hab‘ ich vergessen. Vegetarier finden hier gleichermaßen wie Allesesser ein Eldorado. Salate und Rohkost mit vielen verschiedenen Dressings, Essige und Öle, Brot, Wurst, Käse und kleine Amuse-Gueule. Gefolgt von köstlichen Nachspeisen wie Kuchen, Eis, Süßigkeiten, Schokobrunnen, Sahne, Baiser, Beeren, verschiedene Mousse. Hmmmmmm, ich möchte mich bitte jetzt gerne wieder ins Restaurant beamen!

 

Das Personal im Restaurant überschlug sich teilweise, um den Anforderungen gerecht zu werden, Tische zuzuweisen, ab- und neu einzudecken, leer gegessene Platten neu aufzufüllen, aufgebrauchte warme Speisen nachzukochen, Kleckereien vom Boden zu wischen, die Halbpensiongäste mit Getränke zu versorgen und vor allem dem Geräuschpegel standzuhalten. Bemerkenswert, wie man da noch einen kühlen Kopf bewahren kann.

 

(Kinderbuffet mit Piratengeschirr. Vom großen Buffet gibt es keine Fotos,
ich bin nicht so der Essenfotografierer…)

 

Es gibt nichts, was es nicht gibt und nichts, was besser sein könnte. Außer ein paar winzige Kleinigkeiten, die so winzig sind, dass man sie auch übersehen kann 😉

 

(Miniclub und das Hotelmaskottchen Daisy)

 

Wie das Kindchen das Angebot annahm: Nun ja. Er guckte 7 Tage zu und erst am vorletzten und letzten vollen Urlaubstag nahm er die Kinderangebote an. Er ist eben ein Beobachter und kein geselliger Mitmachtyp. Das wissen wir jetzt besser als vorher. Dennoch hatte er auf seine Weise Spaß daran und jeder genießt anders. Wir können sagen, dass für ihn ein Familienhotel nicht die optimale Urlaubsart ist und dass wir so eine Art Urlaub nicht wieder machen brauchen. Keinesfalls liegt es daran, dass das Kinderprogramm besser hätte sein können, damit es für ihn besser gelaufen wäre. Denn das Kinderprogramm war perfekt, perfekter geht’s nicht. So unterschiedlich sind eben Kinder. Das muss man auch akzeptieren.

 

Er war damit glücklich, in der benachbarten parkähnlichen Anlage herumzusteigen, im Hotel auf sämtlichen Steinen zu balancieren, seine Rollenspiele in der gesamten Anlage ausgiebig zu spielen und im Pool zu baden, als im Miniclub teilzunehmen und die Angebote zu nutzen. Vielmehr fand er die drei Ausflugstage am spannensten, da konnte er etwas entdecken, klettern, dem Meer zuschauen, er war gerne am Strand und tobte sich aus. Unsere nächsten Reisen werden deshalb wieder aktiver werden.

 

 

Unser subjektives Fazit: Das Hotel hat zurecht die vielen Avarts verdient, die in der Lobby zu sehen sind. Avarts von Booking.com und anderen namhaften Reiseportalen. Vor allem wurde es aber von Holidaycheck ausgezeichnet zum Familienhotel des Jahres 2017 und das hat es absolut verdient!

 

Wir waren noch nie Reise-Wiederholungstäter und werden es auch hier wahrscheinlich nicht werden. Trotzdem bekommt das Hotel von uns volle Punktzahl. Auch wir Eltern haben uns gut unterhalten gefühlt und das ist ja auch irgendwo wichtig, gnihihi.

 

Dieses Video gibt nochmal einen ziemlich guten Einblick ins Hotelgeschehen mit allem, was dazugehört. Allen voran die Fröhlichkeit, die hier an den Tag gelegt wird.

 

 

Eine schöne Sammlung an weiteren Kinderhotels findet Ihr auf dem Blog Gecko Footsteps von Sabine in der Blogparade: Kinderhotels in Europa. Da schicke ich meinen Betrag gleich mal rüber.

 

Geflogen sind wir übrigens mit Condor und ich muss sagen, dass der Service sehr nachgelassen hat. Da wir seit mehr als 10 Jahren nur mit Linienfliegern in den Urlaub fliegen, war ich negativ überrascht über den Service. Kalt- und Heißgetränke kosten Geld, ebenso wie Snacks und Knabberzeug. Für’s Kindchen bestellte ich ein Menü im Voraus für 7,99 €, dafür, dass es ihm nicht schmeckte und die „Nachspeise“ 19(!) E-Nummern und Palmöl enthält. Die „etwas besseren“ Menüs für 15,99 € pro Person pro Strecke werden sich inhaltsstoffmäßig wohl nicht von den anderen unterscheiden. Außerdem muss man die Menüs vorbestellen, denn an Board gibt es nur etwas zu Essen, solange der Vorrat reicht. Immerhin ist bei einem Menü ein Kalt- und ein Heißgetränk gratis. Wobei Flugzeugkaffee auch einfach nicht schmeckt. Für den Rückflug hatte ich wohlweislich selbst Verpflegung vorbereitet, denn auch hier ging Kindchens Menü fast unangetastet zurück.

 

 

Meinen Reisebericht mit vielen, vielen Fotos wird es demnächst auf meiner Webseite zu lesen geben. Wie immer, führte ich auch diesmal wieder Reisetagebuch, somit ist der Bericht ja schon geschrieben.

 

… und weil nach der Reise bekanntlich vor der Reise ist, geht’s gleich weiter mit der Reiseplanung.

 

Eure

3 Gedanken zu „Rezension für das Familienhotel „H10 Lanzarote Gardens“ auf Lanzarote

  1. Rebecca

    Hallo Nicky,
    ich bin heute auf der Suche nach Urlaubsberichten von Lanzarote auf deiner Seite gelandet und war noch viel überraschter als ich sah das ihr in den Hotel wart, welches uns in diesem Juni erwartet.
    Dein sehr positiver Bericht lässt meine Vorfreude um nochmal 100 % steigen 🙂
    Vielleicht könntest du mir ein paar Tipps zu den drei Ausflügen gegen von denen du geschrieben hast. Da bin ich nämlich schon am planen.
    Wir fahren auch zu dritt in Urlaub bzw. 3 1/2 mit meinem Bauchbewohner 😉
    Ich würde mich freuen vielleicht von dir zu hören.

    Viele Grüße aus der Rhön
    Rebecca

    Antworten
    1. Nicky Artikelautor

      Hallo Rebecca,

      vielen Dank für Deinen netten Kommentar und es freut mich für Euch, dass Ihr bald in diesem tollen Hotel sein werdet.

      Unsere drei Ausflüge waren jeweils Halbtagesausflüge. Einer ging in den Norden, einer in den Süden und einer zu den Vulkanen im Nationalpark. Im Norden besuchten wir die Cueva de los Verdes, die Tour dauerte 45 Minuten und fand unser Sohn echt spannend. Er war da voll dabei und interessiert. Kurz vor Obozo, von unten kommend, liegen rechterhand der Straße weiße Dünen vor schwarzen Steinen, woran die Wellen des blauen Meeres donnern. Die Optik ist wunderschön, voller Kontraste und im Dünensand lässt sich schön aushalten.

      Vom Aussichtspunkt Mirador del Rio hatten wir eine tolle Rundumsicht, aber der kostet Eintritt, und von dort aus über Haría und das Tal der Tausend Palmen. Die Nordtour ist deshalb so interessant, weil sich so viele Farben abwechseln. Es ist die grünste Region der Insel.

      Im Süden bekletterten wir alle drei die Felsen am Los Hervideros. Je nach dem wie sehr Euer Kind klettern mag, kann man hier eine Weile verbringen. Die grüne Lagune bei El Golfo hat uns auch gefallen, allerdings darf man nicht mehr direkt ans Wasser, sondern muss mit der Aussicht von oben Vorlieb nehmen. Der Strand nebenan mit seinem schwarzen feinen Sand fand das Kindchen auch sehr interessant.

      In Playa Blanca ist ein Besuch der Playas de Papagayo (Papageienstrände) empfehlenswert. Es gibt drei (oder vier, das weiß ich nicht genau) goldgelbe feine Strände, die alle vom großen Parkplatz aus zu Fuß erreichbar sind. Hier ist es auch windgeschützt und das Wasser sogar etwas wärmer als sonstwo auf der Insel. Besonders für Kinder ist es hier schön zu baden. In Playa Blanca hat uns auch der Marina (Hafen) sehr gut gefallen. Hier gibt es lecker Eis und man kann schön durch die Gegend bummeln.

      Und dann, wie gesagt, zum Timanfaya Nationalpark mit seinem Islote del Hilario. Hier reichen ein paar Stunden des Tages, aber es ist definitiv ein Muss auf der Insel.

      Die Wege auf der Insel sind nicht weit. Von der nördlichsten Nordspitze und von der südlichsten Südspitze bis jeweils zur Inselmittel ist man um die 30 Minuten unterwegs. So lohnen sich Halbtagesausflüge. Wir waren jeweils von ca. 11:00 Uhr bis ca. 18:00 Uhr unterwegs.

      Ich hoffe, ich konnte weiterhelfen 🙂 und wünsche Euch ganz viel Spaß auf der Insel und im Hotel.

      Liebe Grüße
      Nicky

      Antworten
  2. Pingback: Blogparade: Kinderhotels in Europa - Eine Sammlung - Reiseblog Gecko Footsteps

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