Tagebuchbloggen – ein aktiver Montag

Wir hatten heute einen ganz tollen Tag von Anfang bis Ende. Er begann um 4:45 Uhr, als sich das Kinchen zur mir kuschelte und wir beide wach im Bett lagen und den Morgenliedern der Vögel lauschten. „Die Vögel sind aus dem Süden wieder da, wie schön das klingt.“ „Ja, das klingt schön, Mama.“ Ein wunderschöner Glücksmoment. Dann schliefen wir wieder ein.

 

Am frühen Nachmittag machten wir uns auf den Weg in die Stadt, denn ich wollte schon seit Wochen einen Stoffladen besuchen, den ich noch nicht kannte. Er braucht dringend neue Schlupfhosen und ich die passenden Stoffe dafür, um sie zu nähen.

 

Und wir wären nicht wir, wenn wir langweilig in der Stadt unterwegs gewesen wären. Nein, wir waren Super-Mario-mäßig unterwegs. Auf die Schnelle erfand ich ein Super-Mario-Gamification, so verwandelte er sich zu Mario und ich mich zu seinem Bruder Luigi. Wir flitzten die Gehwege entlang, sammelten imaginäre Münzen, Superpilze, 1-Up-Pilze, Feuerblumen und Supersterne, hüpften auf Gullideckel und verzauberten Passanten in Koopa Troopas und Goombas. Ihr wisst schon, die Schildkröten und braunen Pilze. Drei Stunden fuhren und liefen wir durch die Stadt, unserem Mario-Universum, von einem Stoffladen zum nächsten. Immerhin war die Ausbeute für mich ganz gut.

 

 

Ein Pause gönnten wir uns im Bäcker bei einer heißen Schokolade und schon ging’s weiter. Ziel unserer Mission war es, die Prinzessin Peach, alias Papa, aus dem Bowser-Schloss, alias Büro, zu retten. Den Endgegner besiegte das Kindchen mit dreimal draufhüpfen und damit war unser Spiel beendet.

 

Zusammen mit dem Papa besuchten wir noch einen Bücherladen mit Bücherregalen, die bis zur Decke reichten. Sowas habe ich noch nie gesehen und leider auch gar nicht fotografiert. Drinnen riecht so richtig nach alten Büchern. Der Mann schmökerte hier schon öfter. Die zwei kauften Comics, ich fand ein Mama-Muh-Buch sowie ein dickeres Abenteuergeschichtenbuch und das Kindchen entdeckte hinter einer Reihe Bücher zwei graue Legoplatten. Die hätte ich nie gesehen und sie mussten natürlich auch mit nach Hause. In diesem Bücherladen gibt es ausschließlich Gebrauchtes zu kaufen, auch kleine Spiele habe ich gesehen. Insgesamt zahlten wir für die Ausbeute inkl. Legoplatten nur 19,00 €. Ein echtes Schnäppchen.

 

 

Nach diesem aktiven Nachmittag konnte sich das Kindchen in der U-Bahn nur schwer halten. Fast wären die Augen zu schwer geworden. Zu Hause angekommen waren aber sämtliche Kräfte wieder mobilisiert und wir spielten noch eine Runde Fußball im Hof. Erst zur gewohnten Zeit um 20:30 Uhr fiel er in seinen wohlverdienten Schlaf. Ich frage mich immer wieder, wie er das macht. Steht 7:00 Uhr auf, powert den Tag durch und schläft trotzdem erst so spät ein.

 

Kind müsste man nochmal sein.

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