archeoPark im Schnalstal, Südtirol

Unser Kurzurlaub in Südtirol ist schon wieder so lange her. Nun möchte ich noch eine persönliche Empfehlung aussprechen für den archeoPark im Schnalstal. Das ist ein Freilichtmuseum zum Thema Jungsteinzeit und liegt auf einer Höhe von 1500 Metern in Senales (das italienische Wort für Schnalz).

 

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Hier gibt es mehrere Mitmachstationen für Kinder ab ca. 4 Jahren. Um ins Freilichtmuseum zu den Mitmachstationen zu gelangen, läuft man durch das Museumsgebäude nach oben zum Freigelände (das Museum ist an einen Hang gebaut). Es gibt pro Tag zwei Führungen, wenn man das so nennen kann. Um 11:00 Uhr und um 14:00 Uhr fängt diese beim Feuermachen in einer Hütte an. Es wird erklärt und gezeigt, wie die Steinzeitmenschen vor 3000 Jahren aus einem Feuerstein, dem sogenannten Pyrit, und mit Hilfe von Zunder, einem Baumpilz, Feuer machten. Die Steine wurden aneinander geschlagen, bis Funken sprühten. Diese flogen auf kleine Teilchen des Zunder, die Glut glimmte lange, wurde in trockenes Stroh gewickelt, ein bisschen durch die Luft gewirbelt und als es schon recht stark qualmte, wurde gepustet und schon entfachte das Feuer. Aufgrund des Qualmes mussten wir die Hütte sogleich wieder verlassen.

 

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Anschließend geht es weiter mit Lehmformen gleich nebenan. Hierd wird ausführlich erklärt, wie das richtige Material zum Kneten und Modellieren hergestellt wurde. Jedes Kind bekommt ein Stück Lehm in die Hand gedrückt und darf selbst etwas Kreatives daraus formen. Normalerweise würden die fertigen Werke eingebrannt, was aber über zwei Stunden dauert und daher den zeitlichen Rahmen sprengen würde. Wir nahmen unsere Werke trotzdem mit und schon am Abend waren sie soweit fest, dass nichts mehr kaputt gehen konnte.

 

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Danach geht’s mit Stockbrot weiter, was die Menschen in der Jungsteinzeit offensichtlich auch zubereiteten. Der Teig wird fertig bereitgestellt, so dass die Besucher ihn nur noch um die Stöcke wickeln und über dem Feuer backen können. Lecker!

 

Damit fertig, können sich die Kinder (und natürlich auch die Eltern) beim Mehlmahlen versuchen. Jeder bekommt eine Handvoll Weizenkörner und versuchte, diese mit Hilfe eines Steins zu feinem Mehl zu mahlen.

 

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Danach geht es zur letzten Mitmachstation dieser Führung, dem Bogenschießen. Sogar unser damals nicht mal 4-jähriger durfte mit einem kleinen Bogen und mit Hilfe des Guides drei Pfeile verschießen, was ihm auch ganz gut gelang. Ich wollte schließlich auch mal probieren und ebenfalls mit Hilfe des Guides traf ich sogar die Zielscheibe.

 

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Die Führung endet nach insgesamt 2 Stunden an dieser Stelle. Wir schauten uns noch etwas um im Freigelände, aßen im Bistro zu Mittag und laßen im Museum noch einige interessante Informationstafeln.

 

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Insgesamt ist es ein sehr interessantes, äußerst empfehlenswertes und liebevoll gestaltetes Mitmach-Freilichtmuseum für Kinder und Erwachsene. Die Erklärungen des Guides sind zwar  nicht immer kindgerecht, sondern eher für die Erwachsenen, aber unser Kindchen fühlte sich dadurch keineswegs gelangweilt.

 

Viel Spaß beim Mitmachen und Entdecken!

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